Die Eicosapentaensäure, kurz EPA genannt, ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und zählt zu den Omega- 3 Fettsäuren. Im menschlichen Stoffwechsel wird sie in geringen Mengen aus der lebensnotwendigen Alpha-Linolensäure gebildet. Diese kommt in größeren Mengen nur in Lein-, Raps-, Walnuss-, Weizenkeim- und Sojaöl vor.
Darüber hinaus ist EPA ausschließlich in Fischen und anderen Meerestieren enthalten. Dabei schwankt der EPA-Gehalt zwischen weniger als 100 mg und mehr als 2.000 mg EPA pro 100 g essbarem Anteil. Unsere Tabelle zeigt Ihnen, wie viel EPA die wichtigsten Speisefische enthalten.
| Fisch / 100 g essbarer Anteil | Eicosapentaensäure (EPA) | |||
| Hering | 2.040 mg | |||
| Thunfisch | 1.380 mg | |||
| Lachs | 750 mg | |||
| Makrele | 630 mg | |||
| Aal | 260 mg | |||
| Karpfen | 190 mg | |||
| Heilbutt | 140 mg | |||
| Forelle | 140 mg | |||
| Schellfisch | 90 mg | |||
| Kabeljau | 70 mg | |||
Die angegebenen Werte können um bis zu 80 % entspechend dem
Fettgehalt der Fische und der Fütterung abweichen.
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Da Fisch eher selten auf unserem Speiseplan steht, nehmen wir auf diesem direkten Weg deutlich zu wenig EPA auf. Hinzu kommt, dass Zuchtfische, die den Großteil unserer Fischgerichte ausmachen, meist nur wenig EPA enthalten. Es ist also sehr schwierig, allein über die Ernährung unserem Körper genügend EPA zuzuführen.
Je mehr Arachidonsäure mit der Nahrung in den Körper gelangt, desto mehr entzündungsfördernde Stoffe werden gebildet. EPA ist der wichtigste Gegenspieler der Arachidonsäure.
In vielen Studien hat sich gezeigt, dass durch eine arachidonsäurearme, aber fischreiche Ernährung (Rheumadiät) die Bildung von Entzündungsstoffen vermindert wird.
EPA hemmt nicht nur die Bildung der Entzündungsmediatoren (= Entzündungsvermittler), sondern sie verdrängt auch die entzündungsfördernde Arachidonsäure aus dem Gewebe.
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